Reisetagebuch von Sabine und Bernd         

If you don't do it this year, you'll be one year older when you do.                       

(Warren Miller Skifilm Pionier)                                                                                        

Reisen 2026

Die Skisaison brachte uns zum Skitouren an den Jaufenpass, Freeride und Tour in Tadjikistan, Skiwochen in Nauders und Les 2 Alpes.

29.4.2026
Am 19.4. fuhren wir mal wieder an die Doubs, um nun auch deren Wasserfall "Saut du Doubs" anzuschauen. Weiter Richtung Grenoble nach Pont-en Royan. Hier unternahmen wir eine Fahrradtour um die Combe lavalle, einer spektakulär in den Fels gesprengten Route im Vercors Nationalpark.
Auf dem Weiterweg steigen wir noch schnell einen Klettersteig am Col Rousset, bevor wir im uns schon bekannten Gorge d'Agnielles wieder die ersten Kletterrouten angehen.
Über den Pont du Gare und die Camargue sind wir jetzt in Mundaka an der Biscaya und besuchen uneren alten Schulfreund Andi.

3.5.2026
In Bilbao besuchen wir endlich das Guggenheim Museum mit seinen überdimensionalen Installationen und haben mit Andi einen sachkundigen Guide durch die Kneipen Mundaka's. Die Puente Biscaya befördert Fahrzeuge und Personen schwebend über den Fluss. Jetzt sind wir seit 2 Tagen in den Picos de Europa und erkunden die Berge zu Fuss und mit dem Rad bei wechselhaftem Wetter.

11.5.2026
Der Regen lässt leider nicht nach und so wechseln wir ins kulturelle Notprogramm. Salamanca mit seiner schönen Altstadt und der römischen Bogenbrücke gefallen. Wir finden danach im Valdesangil ein Klettergebiet im Granit. Die Plattenschleicherei fordert uns moralisch alles ab. Trotz Regen sind im NP de Montfrague die Geier mit dem Füttern ihres Nachwuchses beschäftigt. Über den größten Stausee Europas gelangen wir nach Portugal und sind jetzt am Atlantik in Peniche.

15.5.2026
Auch in Portugal begleitet uns zum Teil sintflutartiger Regen. In Nazaré, dem Surf Hotspot bleiben wir trocken. Die große Welle war nicht da, dafür aber Touristenmassen aus aller Welt. Wieder Richtung Spanien finden wir in der Sierra Talhadas einen schönen komunalen Stellplatz und begehen noch die längste Via Ferrata Portugals. In Penha Garcias klettern wir noch ein paar schöne Touren im festen Quarzit und übernachten am Staudamm. Heute sind wir wieder in der Extemadura in las Hurdes und bestaunen den Meandros del Rio Alagon.

22.5.2026
Mit dem Rad fahren wir noch zum Wasserfall Chorro de la Miacera und zum Pena de Francia, was uns 730hm einbrachte. In der Sierra de Gredos unternehmen wir eine schöne Wanderung zur Grande Laguna und kommen an Toledo vorbei zum Klettergebiet in Hoz del Rio Gritos. Das Wetter ist inzwischen beständig und schön warm, weshalb wir hier drei Tage verbringen und die Finger dringend eine Pause brauchen.

31.5.2026
Bei Andilla begehen wir noch den Klettersteig La Mulatica und bleiben gleich auf dem Picknickplatz über Nacht. Im Hinterland von Valencia reiht sich ein Klettergebiet ans Andere. Beim Skigebiet Valdelineares finden wir auf 2000m einen kühlen Übernachtungsplatz. Die großen Klettergebiete Chulilla und Montanejos lassen wir aus und genießen den rauhen Kalk in Jérica, Gotera und La Grellera.
Wir sind jetzt in Alcaniz und sind durch Zufall zu einem Superbike im Motorland Aaragon gekommen. Wenn hier die Motorräder mit infernalischem Lärm über die Zielgerade rasen, bebt die Tribüne.

16.6.2026
Auf dem Weg nach Frankreich haben wir noch einige Kletterrouten gezogen, sind zum Mirador de la Penalta gewandert und haben noch einen Klettersteig direkt über einem Stausee absolviert.
Wir treffen uns am Chassezac mit unseren Freunden Sascha, Helga und Willi. Bei netten Gesprächen, Klettern, harten Mountainbike Touren und einer Foto Session verbringen wir die restlichen 11 Tage. Die letzte Nacht verbringen wir mit Sascha an der Doubs und kehren wohlbehalten nach Hause zurück, wo die Heuernte wartet.

18.8.2026
Von Hirtshals in Dänemark haben wir die Fähre nach Island gebucht und wollen der Dürre und Hitze aus diesem Sommer entkommen.

21.8.2026
Nach Baustellen und Staus auf der A7 und 2 Tagen auf der Fähre erreichen wie bei sonnigem Wetter Seydisfjördur. Bei einer kurzen Wanderung zu den Resonanzkuppeln Tvisöngur erklingen zu unserer Überraschung die Albhörner der Bläsergruppe aus Heidelberg. Vorbei am ersten Wasserfall Gufufoss machen wir uns sogleich auf den Weg ins Hochland. Die Weite und Einsamkeit lässt uns durchatmen. Nach dem vierthöchsten Wasserfall Hengi Foss begeben wir uns auf die Offroadpiste zum Sneifell. Zum größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull (8000 km²) fahren wir mit dem Rad und übernachten bei der Sneifell Hütte.

23.8.2026
Nach der Besteigung des Sneifell mit 1000hm fahren wir zum Staudamm Karahnjukar und schauen uns den spektakulären Canyon an. Hier verbringen wir noch eine einsame Nacht im Hochland. Am nächsten Morgen nehmen wir unsere Dusche am warmen Wasserfall und entspannen die geschundenen Glieder. Im Studlagil Canyon, einem Instagram Hotspot, holt uns der Übertourismus wieder ein.

27.8.2026
Wir fahren wieder über einsamere Strecken an die Ostküste und finden auf der Halbinsel Raudanes eine schöne Wanderung entlang der Klippen. In der Hufeisenschlucht Asbyrgi übernachten wir in einem gutausgestattetem Campingplatz und wandern zum Ende des Plateaus. Beim Wasserfall Dettifoss treffen wir wieder auf Menschenmassen, die sich auch den energiereichsten Wasserfall Europas nicht entgehen lassen. Weiter zu den Geothermiefeldern an der Grenze der Kontinentalplatten von Europa und Amerika bewegen wir uns jetzt wieder weg vom Trubel in den Norden.

2.9.2026
An der Ringstraße kommen wir am Godafoss vorbei und biegen auf die Halbinsel bei Akureyri ab. Hier im Hafen liegen die Kreuzfahrtschiffe "Mein Schiff" und Co. Nach dem Besuch des Heringsmuseums in Siglufjördur fahren wir wieder ins Hochland zu den Geothermiefeldern von Hveravellir. Bei schönem Wetter sitzen wir auf's Rad und geniessen heute Morgen den Hot Pot.

7.9.2026
Über üble Pisten, am Gullfoss vorbei, übernachten wir noch einmal frei am privaten Wasserfall und nehmen das Morgenbad in einem bereits auf 42°C temperierten Pool. Im Sneifells Jökul NP gibt es alles was Island zu bieten hat. Wir wandern im Nebel bis zum Gletscher. Bei schönstem Wetter besteigen wir, durchaus anspruchsvoll, den Kirkjufell. Der Blick vom Wasserfall zum Berg ist durch Game of Thrones weltbekannt und dementsprechend frequentiert. Heute nehmen wir die Fähre zu den Westfjorden und finden einen schönen Campingplatz am 10km langen Strand. Das schöne Wetter nützen wir zu einer Radtour ins Hinterland und zu schönen Bergseen.

11.9.2026
Bei Regenwetter verbringen wir zwei Nächte im Künstlerort Selardalur beim Museum. Die Weiterfahrt nach Norden bringt uns einen heißen Pool, den wir vor dem Eintreffen des deutschen Reisebusses "Magie der Westfjorde", für uns alleine haben. Bevor wir wieder auf einer rumpeligen Passstraße einen Übernachtungsplatz finden, besuchen wir noch den "Brautschleier Wasserfall" Dynjandi.